Energieauditpflicht nach EDL-G

Mit der Veröffentlichung des geänderten Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) am 27. April 2015 setzt Deutschland den Artikel 8 der Energieeffizienzrichtlinie der EU (2012/27/EU – EED), die europäische Pflicht zur Durchführung von Energieaudits in großen Unternehmen in deutsches Recht um.

 Betroffen sind alle Unternehmen, welche den Status Nicht-KMU besitzen. Diese müssen alle 4 Jahre ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchführen, erstmalig bis spätestens zum 05. Dezember 2015.

Freigestellt sind Unternehmen, welche ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 vorweisen oder über ein EMAS-System verfügen.

Unternehmen, die sich in 2015 für die Zertifizierung eines Energiemanagementsystems entscheiden, haben auf Grund des kleinen Zeitfensters Einführungsphase. Hier müssen Unternehmen das Managementsystem nach ISO 50001 oder EMAS bis Ende 2016 vollständig implementiert und durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle zertifiziert haben.

 Im Rahmen der Einführung müssen Unternehmen, die sich für die Einführung eines ISO 50001-Systems entscheiden folgende Anforderungen bereits bis 05.12.2015 erfüllt haben:

  • Umsetzung des Normpunktes 4.4.3a (Ermittlung des Energieeinsatzes und Energieverbrauchs)

  • Erklärung der Geschäftsführung zur Einführung des Systems oder Zertifizierungsvertrag mit einer akkreditierten Zertifizierungsstelle, wie der ICG Zertifizierung GmbH

 Die Nachweisführung über die Erfüllung der Verpflichtung erfolgt auf Anforderung der BAFA. Unternehmen, die der Energieauditpflicht nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig nachkommen, erfüllen einen Bußgeldtatbestand.

 

Weiterführende Informationen:

BAFA-Merkblatt zum Energieaudit 
Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

EDL-G 


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